DMS Endkampf der Frauen am 11. November 2006

Das Dürener Hallenbad Jesuitenhof war anläßlich des DMS-Endkampfes der 2. Bundesliga im Schwimmen wieder einmal ein Hexenkessel. Ohrenbetäubend durch ein Schlagzeug  unterstützt, schallte bei dem Bemühen der DTV-Schwimmerinnen, den Platz in der 2. Bundesliga zu halten, immer wieder  der Schlachtruf der Dürener  Schwimmer durch das Bad: „Wir sind der Meinung, das war Spitze“. Jener schon zur Tradition gewordene Schlachtruf, mit dem nur außerordentliche Leistungen bedacht werden.

DTV-Trainer Michael Lichtwald tanzte, als sich abzeichnete, dass das DTV-Team in der        2. Bundesliga blieb, happy durch die Reihen der Schwimmerinnen, Schwimmer und Fans . Sein Konzept der Konzentration auf den Endkampf war wieder einmal aufgegangen. Seine Schwimmerinnen  hatten zum Schluß des Endkampfes die 2. Bundesliga letztendlich locker und in mitreißendem Stil gehalten, ja sie verfehlten den Sieg in dieser Gruppe nur um 16 Punkte. So gewann die Telekom Post SG Köln mit 21001 P. vor dem DTV 1847 mit 20985 P. Von Abstieg keine Spur. 

Dabei hatte alles gar nicht so gut angefangen. Zunächst erkrankte Michael Lichtwald in der Vorwoche an einer schweren Angina. An ein Training unter Michael Lichtwald war in dieser wichtigen Phase nicht zu denken, ein etwaiger Siegestanz des Michael Lichtwald am Wettkampftag war zu diesem Zeitpunkt völlig utopisch. Dann kamen die DTV-Schwimmerinnen zunächst nur sehr schwer in den Wettkampf, sie krebsten recht lange immer wieder im Abstiegsbereich herum.

Dennoch gab es bei beiden Handicaps eine Wende. Zum einen erschien Michael Lichtwald, zwar immer noch schwächelnd, dann doch in der Halle.  Frau Dr. Ulrike Nauta  hätte ihn im übrigen als Ärztin im schlimmsten Fall wiederbelebt. Zum anderen lagen die Mädchen nach dem ersten Abschnitt schon an dritter Stelle, mit Abstand zu den Abstiegsplätzen. Es begann sogar der Kampf um den Sieg . 

Maren Roeb, 3762 P., Vera Niemeyer, 3394 P. und Martina Kersjes, 3177 P., erzielten dabei bei fünf Starts die höchsten Punktzahlen. Phantastisch Maren Roebs 50m R in 0:30,31 Min, die unglaubliche 809 P. erbrachten. Fünf Rennen fünf Siege, jeweils mit großem Abstand zum Feld. Viermal siegte Vera Niemeyer, die mit ihrer Bestzeit über 400m L in herausragenden 5:12,64 Min. ihren Trainer besonders erfreute und über 100m R mit 1:07,43 Min. ihre beste Leistung zeigte. Martina Kersjes bestritt für dieses großartige Team das letzte Rennen dieses Wettbewerbs, die 100m F in 1:00,46 Min., und bewies dabei, dass sie für diese Position geradezu prädestiniert ist. Martina Kersjes über 100m F, in dieser Mannschaft,  das ist ein Erlebnis! Das gilt allerdings auch für Judith Stahnke, vier Starts mit 2497 P.. Wie sie über 400m F, 4:43,13 Min., 375 Meter hinter der führenden Schwimmerin eine halbe Körperlänge zurücklag und diese dann auf den letzten 25 Metern einfach stehen ließ. Das hatte Stil. 

Das Gleiche gilt für Nicole Wynands, 2476 P. Studienbedingt war sie nahezu ohne jedes Training. Und dann z.B. 50m D in 0:30,06 Min. Toll! Eine ähnlich gute Zeit über 50m D, 0:30,83 Min., erzielte Aleksandra Szulinska, 2167 P. Sehr stark auch die beiden Brustschwimmerinnen Nadia Nobis und Laura Meyer, wobei sich Nadia Nobis mit ihren immer wieder verbesserten Zeiten zu einem richtigen kleinen Crack entwickelt hat: 100m B 1:21,20 Min. und 200m B 2:52,26 Min., Laura Meyer 50m B 0:39,36 Min. Johanna Schruff rundete das positive Bild ab, auch sie verbesserte sich über 800m gegenüber dem Vorkampf erheblich, 10:29,38 Min., schwamm über 100m L mit 1:13,74 Min. sogar noch stärker.