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 Mehr als zufrieden zeigte sich DTV –
Trainer Michael Lichtwald mit den Leistungen seines Schwimmers Florian Moll
bei der Weltmeisterschaft im Schwimmen der Behinderten in Durban /
Südafrika.
Der vom paralympischen Komitee ausgerichtete größte und wichtigste Wettkampf
im Behindertensport nach den Paralympischen Spielen findet alle 4 Jahre
statt.
Knapp 600 der weltbesten Athleten aus 52 Ländern nahmen an den Wettkämpfen
vom 2. – 8. 12.2006 teil, begleitet von einem Betreuungsstab aus 200
Trainern, Ärzten und Physiotherapeuten.
In Deutschland erreichten 26 Athleten die Pflichtzeiten, um in Durban
starten zu dürfen. Aus NRW qualifizierten sich drei Schwimmer.
Florian startete in Durban mit seinen 15 Jahren zusammen mit einem weiteren
Schwimmer aus Japan als jüngster männlicher Teilnehmer. Da nur in der
offenen Klasse gewertet wurde, musste Florian daher gegen erfahrene
Paralympic – Teilnehmer antreten, die meist 10 Jahre älter als er waren.
Für den Merzenicher, sonst stets auf der Jagd nach Medaillen, stand somit
von Anfang an fest, dass es für ihn auf dieser WM vorrangig darum ging,
internationale Wettkampferfahrungen zu sammeln
Mit dieser Zielsetzung reiste Moll bereits eine Woche vor Wettkampfbeginn
nach Durban, um sich zu akklimatisieren. Immerhin herrschen an der Ostküste
Afrikas z. Zt. hochsommerliche Temperaturen um 30° C mit extrem hoher
Luftfeuchtigkeit.
Während dieser Eingewöhnungszeit absolvierte die deutsche Nationalmannschaft
ein tägliches Trainingsprogramm und lernte auf einer Rundfahrt die Umgebung
der Millionenstadt Durban kennen.
In der zweiten Woche begannen die Wettkämpfe.
Vom ersten Wettkampftag an jagte eine Weltrekord den anderen. Viele Länder
wie China, Großbritannien oder die USA bereiten sich langfristig auf die
Paralympics vor und präsentierten sich bereits in beeindruckender Topform.
Ein begeistertes Publikum und die ständige Präsenz der Presse bauten eine
Atmosphäre von Spannung auf, der sich auch Florian nicht entziehen konnte.
Er startete in den Disziplinen 100m Rücken / 100m Freistil und 400m
Freistil.
Vor allem bei seinem ersten Start über 100m Rücken musste er mit einer bis
dahin unbekannten Nervosität kämpfen. So verrechnete er sich bei der Wende
und verlor wertvolle Sekunden, die er allerdings durch einem Endspurt in
eine neue persönliche Bestzeit von 1:14,46 min. verwandelte.
Es folgten weitere Bestzeiten über 100m Freistil (1:05,12 min.) und 400m
Freistil (4:45,44 min.). Verständlich, dass Heimtrainer Michael Lichtwald
sich mehr als zufrieden zeigte, als die Ergebnisse aus Afrika vorlagen.
Der TV – Trainer wies zusätzlich darauf hin ,dass Florian nur eine Woche vor
dem Abflug eine fieberhafte Nebenhöhlenvereiterung mit Angina bekam und
streng das Bett hüten musste. Noch in Afrika musste er Antibiotika nehmen
und es war nicht sicher, ob Florian trotz sehr guter Trainingsvorbereitung
aufgrund der Erkrankung überhaupt Höchstleistungen bringen konnte
Florians Auftritt in Südafrika bestätigten jetzt erneut, dass der junge
DTVer auf bestem Weg ist, sich insbesondere auf den langen Strecken auf dem
internationalen Parkett an die vorderen Ränge heranzutasten.
Dieses Jahr platzierte er sich weltweit in seiner Schadensklasse über 400m
Freistil auf Platz 14 und kam als erster Deutscher und sechsschnellster
Europäer ins Ziel. Für Trainer Michael Lichtwald ein deutliches Zeichen,
dass Florian bei den Europameisterschaften Ende 2007 in Athen / Griechenland
zu den Favoriten auf eine Medaille gehören wird. |